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Vortragsreihe mit einem Glanzpunkt eröffnet

Idstein –  Der Sportkreis Untertaunus hatte im Rahmen seiner Vortragsreihe „Sport verbindet alles“ die WM-Dritte im Hochsprung Ariane Friedrich und den Fußballprofi Maik Franz (Eintracht Frankfurt) eingeladen. Vor mehr als 230 Zuhörern sprachen die beiden sympathischen Spitzensportler zum Thema „Wer nicht kämpft, gewinnt nicht“. Moderiert wurde der Abend in gekonnter Weise von Werner Schaefer, dem Leiter des Olympiastützpunktes Hessen.
Der Sportkreisvorsitzenden Jürgen Gerndt zeigte sich sehr erfreut über den erneut hervorragenden Besuch: „Sie gegen uns damit die Gewissheit, dass es richtig war, erneut für einen solchen Vortragsabend zu kämpfen.“ Sein besonderer Gruß galt dem Hausherrn Ernst Schmitz, den Referenten Ariane Friedrich und Maik Franz und dem Leiter des Olympiastützpunktes Hessen Werner Schaefer. Er begrüßte zudem noch eine ganze Reihe weiterer Ehrengäste. (Siehe unten)
Er zeigte sich erfreut darüber, dass es dem Sportkreis gelungen sei, zwei so erfolgreiche und herausragende, kämpferisch überzeugende und ständig im Fokus der Medien stehende Leistungssportler in den Untertaunus zu holen. Dies griff die Kreisbeigeordnete Jutta Nothacker direkt auf: „Jürgen Gerndt beherzigt das Motto des Abends, denn er kämpft immer um die besten Referenten.“ Im Sport gelte noch immer die Erkenntnis von Bert Brecht „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Hervorragend präpariert präsentierte sich Werner Schaefer, der die Gesprächsrunde locker und witzig moderierte. In einem gelungenen Frage-Antwort-Spiel stellten zunächst die Persönlichkeiten Ariane Friedrich und Maik Franz vor. Ariane Friedrich, die in Thüringen geboren wurde, kam schon früh zur Leichtathletik. „Bei meinen Wettkämpfen wollte ich immer nur gewinnen“ erinnerte sie sich, „aber ich war trainingsfaul.“ Die frischgebackene Polizeikommissarin und Deutsche Hallenmeisterin, die der Sportfördergruppe der Polizei angehört, kam 2002 nach Frankfurt unter die Fittiche von Trainer Günther Eisinger. Im Jahr 2002 sprang sie 1,86 m hoch, ihre Bestleistung liegt jetzt bei 2,06 m. „Bei der WM in Berlin war die Stimmung überwältigend“, erzählte sie.
Der oft als Reizfigur titulierte Maik Franz („Iron-Maik“) präsentierte sich als sympathischer und schlagfertiger Sportler und konnte so bei vielen Zuschauern auf der Sympathieskala punkten. Der aus Sachsen-Anhalt stammende Kicker, der sich auch sozial engagiert  („Das sollten alle machen, die in der Öffentlichkeit stehen“), begann im Alter von 6 Jahren mit dem Fußballspielen. Schon früh wurde sein Talent entdeckt, sodass der FC Magdeburg seine Fühler nach ihm ausstreckte. Im Alter von 19 Jahren wechselte er zum VFL Wolfsburg (5 Jahre) und kam über den Karlsruher SC (2 Jahre) zur Eintracht. „Ich habe zwar viele gelbe Karten kassiert, aber nur eine gelb-rote, denn ich weiß wo die Grenzen sind“, bekannte er offen.
„Ich träume davon, noch höher zu springen und endlich bei großen Wettkämpfen zu gewinnen“, gab die Hochspringerin als ihre Ziele an. „Dabei sein reicht, ich will siegen!“ Und dann fügte sie kämpferisch hinzu: „Ich kämpfe für meine Träume.“ Das große Ziele für jeden Fußballer sei die Nationalmannschaft, bekannte Franz. Das sei jedoch nicht so leicht. Sein Ziel sei es, zum einen international zu spielen (Europa- oder Champions-League) und zum anderen in einem englischen Club anzuheuern.
Wie gehen Spitzensportler mit Misserfolgen um? Ihr Ziel sei es immer, möglichst hoch zu springen, so Friedrich, doch , wenn sie das Ziel nicht erreiche, beginne sie mit sich zu hadern. „Je höher man kommt, desto schwieriger ist es, das Niveau zu halten.“ Jeder Fußballer wolle gewinnen und Leistung bringen, meinte Franz. „Eine Niederlage ist nie schön und man schämt sich schon wegen der Zuschauer, die einem unterstützt haben.“
Danach hatten die Zuschauer Gelegenheit, Fragen an die beiden Sportler zu richten, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.
Gerndt dankte den Referenten für ihre interessanten, humorvollen und spannenden Ausführungen und Schaefer für seien versierte und einfühlsame Moderation. „Sie beide haben uns deutlich gezeigt, es lohnt sich immer, wenn man kämpft.“ Er überreichte allen Dreien Präsentkörbe, die die Firma Tegut zur Verfügung gestellt hatte.
In seinem Schlusswort sprach Stadtrat Dr. Herbert Koch von einem sehr interessanten Abend mit hochkarätigen Referenten. Beide seien sympathisch und erfrischend offen. Lob fand er auch für die hervorragende Moderation von Schaefer.

Michael Reitz

 
Ehrengäste:
Jutta Nothacker (1. Kreisbeigeordnete des Rheingau-Taunus-Kreises), Ernst Schmitz (Fa. Ernst Schmitz, Gastgeber), Dr. Herbert Koch (Stadtrat von Idstein), Felix Hartmann (Kämmerer von Idstein), Christian Herfurth (Stadtverordnetenvorsteher Idstein), Marius Weiß (Mitgl. des Landtages), Udo Scheliga (BM Aarbergen), Werner Scherf (BM Waldems), Helmut Schumann, Hand Werz (beide Kreisbeigeordnete), Frieder Rothenberger (Kreissportreferent), Klaus Paul (ehem. Hess. Schulsportreferent), Wolfgang Baumann (Generalsekretär der TAFISA), Gerhard Rüppel (Kreisfußballwart), Hartmut Guckes (Gau-Schützenmeister), Dieter Hertling (Vors. Kreisreiterbund), Helmut Hermann (GF des Kreissportbundes Saale-Orla), Thomas Wycisk (Naspa Idstein), Bernd Hartlieb (Barmer), Dietmar und Armin Bücher (Fa. Bücher), Werner Schors (Schors-Verlag), Annika Wohlfeld (Tegut), Wiebke Ullmann (DM Halle über 400 m) Daniela Dambeck-Guckes (HM im Zimmerstutzen) und Niklas Gerloff (HM U14 im Diskuswurf).
 

Der Vorsitzende des Sportkreises Untertaunus Jürgen Gerndt (am Pult)
konnte mehr als Zuhörer Zur Vortragsveranstaltung begrüßen.
Foto: M. Reitz

Das Interesse an der Vortragsveranstaltun
mit Ariane Friedrich und Maik Franz war sehr groß.
Foto: M. Reitz

Werner Schaefer (r.) übernahm die Moderation der Gesprächsrunde
mit Ariane Friedrich und Maik Franz (l.).
Foto: M. Reitz

Maik Franz (l.), Ariane Friedrich (2.v.r.) und Werner Schaefer (r.)
erhielten als Dankeschön vom Sportkreisvorsitzenden
Jürgen Gerndt (Mitte) und Tegut-Geschäftsführerin
Annika Wohlfeld (2.v.l.) Präsentkörbe.
Foto: M. Reitz

Autogramme der Referenten – hier von Maik Franz – waren heiß begehrt.
Foto: M. Reitz

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